Als Naturbrut wird in der Geflügelzucht die Brut durch die weibliche Henne bezeichnet. Im Gegensatz zur Kunstbrut – die Brut mit einer Maschine – wachsen die Küken sehr natürlich auf und werden von der Henne bereits in den ersten Tagen auf Gefahren vorbereitet. In der kommerziellen Geflügelmast und in der Eiproduktion werden tausende Küken benötigt. Solche Massen an jungen Hühnern können nur mit Hilfe der Kunstbrut “produziert” werden. Leider muss man hinnehmen das die natürliche Form der Brut in der Massentierhaltung keinen Platz mehr findet. Umso erfreulicher ist es das private Hobbyzüchter immer häufiger die Vorzüge der Naturbrut schätzen und diese häufig einsetzen um den regelmäßigen Nachwuchs zu erbrüten.
Im Folgenden möchten wir Tipps und Grundlagen zur natürlichen Brut vermitteln.
Vor der Naturbrut
Zur Naturbrut kann man nicht jede Henne einsetzen, die Hühner müssen brutwillig sein. Dies erkennt man daran das das Huhn lange im Legenest verweilt und sich dicht auf die Eier im Nest presst. Wenn man diese Henne dann aus dem Nest nimmt und wieder zu den anderen Hühnern setzt dann dauert es meist nicht lange bis die Henne wieder im Legenest anzutreffen ist. Verlässt die Henne auch in der Nacht nicht das Legenest, dann ist das meist ein sicheres Zeichen dafür, das eine Naturbrut bevorsteht. In diesem Fall lässt man die Henne zwei bis drei Tage im Legenest und setzt sie dann um. Mit anderen Worten: Man bereitet in einem separaten Stall ein Nest vor und legt 10 bis 12 Eier in das Nest. Dann nimmt man die Henne vorsichtig und setzt sie in den separaten Stall. Dort nimmt die Henne in der Regel nach einer kurzen Zeit ihren Platz auf dem Nest ein uns wärmt die Eier.
Während der Naturbrut
Die Henne bebrütet die Eier nun 21 Tage bis die Küken aus den Eiern schlüpfen. In dieser Zeit sollte die Henne ungestört sein um sich auf ihre Brut konzentrieren zu können. Die Naturbrut ist für die Henne eine große Anstrengung und zehrt an ihren Kräfen. Daher sollte ihr immer sauberes Wasser und hochwertiges Hühnerfutter angeboten werden. Auch ein Sandbad in einer Ecke des Hühnerstalles wird von den Hühnern sehr gerne angenommen. Sind die 3 Wochen vergangen kann man meist schon die Küken erkennen, die ihre Köpfchen neugierig aus dem Gefieder der Henne strecken. Bald verlässt die Henne dann ihr Nest um mit dem Küken auf Nahrungssuchen zu gehen. Der Kükenschar sollte ein feinkörnigen Futter angeboten werden. Zu empfehlen ist ein spezielle Kükenfutter, wie es im Handel angeboten wird.